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Alkohol

Kontrolliertes Trinken vs. strikte Abstinenz

Muss ich für immer aufhören? Die Antwort hängt davon ab, ob eine Suchtdiagnose vorliegt – nicht von deinem Wunsch.

Die psychologische Weichenstellung

Im MPU-Vorgespräch wird zwischen zwei Konstellationen unterschieden: 1) diagnostizierte Suchtproblematik (Abhängigkeit) – hier ist lebenslange Abstinenz Pflicht. 2) Fortgeschrittene Problematik ohne Suchtdiagnose – hier kann ein strukturiertes Konsumreduktions-Modell ('Kontrolliertes Trinken') akzeptiert werden.

Kontrolliertes Trinken ist kein Freibrief

Wer diesen Weg geht, muss konkrete Regeln definieren: Maximalmengen, alkoholfreie Wochentage, soziale Trinkregeln, Notfall-Strategien. Diese Regeln müssen im Gutachten reproduzierbar erklärt werden – nicht als Wunsch, sondern als gelebte Praxis.

Der häufigste Denkfehler

'Ich trinke ja kontrolliert' ist keine Strategie, sondern eine Behauptung. Der Gutachter prüft, ob du eine schlüssige Trinkkultur entwickelt hast oder ob dein Konsum weiterhin situationsgesteuert ist. Letzteres führt zu einem negativen Gutachten.

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